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bike sharing

Was ist und wie funktioniert?

Beim Bike Sharing wird eine Fahrradflotte zur allgemeinen Nutzung für kurze, rasche Fahrten, vor allem in Städten, zur Verfügung gestellt.

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BESCHREIBUNG

Das Grundprinzip des Bike Sharing ist die gemeinsame Nutzung von Fahrrädern, um – meist in Stadtgebieten – kurze Strecken zurückzulegen. Der Dienst ist als ergänzende Lösung zum öffentlichen Nahverkehr und als alternative zum Privatverkehr zu sehen. Bike-Sharing-Systeme werden häufig genutzt, um den ersten oder letzten kurzen Abschnitt einer Strecke im städtischen Bereich zurückzulegen, da sie den Benutzern eine einfache Anbindung an das öffentliche Nahverkehrssystem bieten. Die Anbieter derartiger Dienste sind meist Non-Profit-Organisationen oder Betriebe, deren operative Methoden je nach Ziel und Nutzungskontext variieren.

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SO FUNKTIONIERT'S

Das Konzept hinter dem Bike Sharing ist einfach und sieht in der Regel lediglich vor, dass sich die Benutzer vor der Inanspruchnahme anmelden. Nach der Registrierung sind folgende Schritte vonnöten:

  1. Verfügbarkeit von Fahrrädern im Abholgebiet prüfen; Über die Internetseite oder eine Smartphone-App ein Rad reservieren;
  2. Mit dem entsprechenden Identifizierungssystem (z.B. einer kontaktlosen Smartcard) das Fahrrad entsperren;
  3. Das Fahrrad benutzen;
  4. Das Fahrrad an einer Bike-Sharing-Station (meist am Abholort) wieder zurückgeben.
Bietet der Dienst auch e-Bikes, müssen die Benutzer ihr Fahrrad bei der Rückgabe an einer Ladestation anschließen. Andernfalls werden Strafen verrechnet. Bike Sharing kann kostenlos oder kostenpflichtig sein. In letzterem Fall wird der Tarif nach dem Verwendungszeitraum, nicht nach der Strecke berechnet

 

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WIE VIEL KOSTET ES?

Bike-Sharing-Dienste können sowohl von Non-Profit-Organisationen als auch von Unternehmen verwaltet werden, es hängt allein von den Zielen und dem Kontext ab, in dem der Service angeboten wird. Aus diesem Grund kann das Bike-Sharing in zwei Kategorien unterteilt werden:

  1. community bike programs, also Programme, die üblicherweise von lokalen Gruppen oder Verbänden koordiniert werden, mit oder ohne Gewinnabsicht;
  2. large scale public bike programs, also Programme, die direkt von der öffentlichen Verwaltung koordiniert werden (z.B. Gemeinden, Regionen oder öffentlich-private Partnerships).
Bike-Sharing-Dienste können entweder kostenlos oder kostenpflichtig sein. Fallen Kosten an, wird der Tarif üblicherweise je nach Nutzungszeit berechnet und nicht nach zurückgelegten Kilometern. Es gibt mehrere Berechnungsmöglichkeiten: auf Basis eines Abonnements, einer Berechnung nach Nutzungszeit oder eine Kombination aus beiden Varianten. Üblicherweise sind im Falle einer Berechnung nach Nutzungsdauer die ersten 30 oder 60 Minuten kostenlos, vor allem wenn sie mit einem Abonnement verknüpft ist.

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WIE WIRD ES INTEGRIERT?

Bike-Sharing-Dienste sind leicht in das öffentliche Nahverkehrssystem (z.B. Bus, Bahn, Straßenbahn, etc.) einzubinden und bieten vor allem im Stadtverkehr eine gute Alternative zur Nutzung von Privatfahrzeugen.
Ballungszentren (z.B. Bahnhöfe, Busterminals, Einkaufszentren, etc.) eigenen sich ideal als Standorte für Bike-Sharing-Stationen. So können die Bürger öffentliche Verkehrsmittel für längere Strecken nutzen und den ersten oder letzten kurzen Abschnitt einer Strecke mit dem Rad zurücklegen. Der Dienst wäre damit weniger eine Alternative zum öffentlichen Nahverkehrsnetz, sondern vielmehr eine höchst praktische Ergänzung.

Vorteile

Die Vorteile des Bike Sharing lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • 1

    Gut für die Umwelt

    Die Nutzung des Rads vermindert den Stadtverkehr und somit auch den Emissionsausstoß der Fahrzeuge.

  • 2

    Mehr Räder – mehr Platz

    Fahrräder brauchen weniger Platz als Autos, somit braucht es auch weniger Parkplätze. Daneben erleichtert es jenen, die trotzdem einen Parkplatz brauchen, die Suche danach.

  • 3

    Gut für die Gesundheit

    Fährt man Rad, auch wenn nur kurze Strecken, übt man eine körperliche Tätigkeit aus. Regelmäßiges Radfahren führt zu einer höheren körperlichen Fitness und erhöht somit den durchschnittlichen Gesundheitsgrad der Bevölkerung.

  • 4

    Alles ist erreichbar

    Mit dem Rad können verkehrsbeschränkte Zonen und Stadtzentren leichter erreicht werden. Man kommt also in den meisten Fällen direkt zum Ziel, ohne lange Fußmärsche auf sich nehmen zu müssen.

  • 5

    Zeit sparen

    Im Gegensatz zur Straße, kommt man auf Radwegen schneller voran. Aber auch auf der Straßen können Räder einfach an Staus vorbeifahren. In vielen Fällen ist man also mit dem Rad schneller als mit motorisierten Fahrzeugen.